Was ist eine IBAN?
Die IBAN (International Bank Account Number) ist eine international standardisierte Kontonummer, die den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr vereinfacht. Sie wurde eingeführt, um Überweisungen innerhalb Europas und weltweit schneller, sicherer und kostengünstiger zu machen.
Vor der Einführung der IBAN mussten bei internationalen Überweisungen verschiedene nationale Formate berücksichtigt werden, was häufig zu Fehlern und Verzögerungen führte. Die IBAN schafft hier einen einheitlichen Standard.
Geschichte der IBAN
Die IBAN wurde in den 1990er Jahren vom European Committee for Banking Standards (ECBS) entwickelt und basiert auf dem ISO-Standard 13616. Das Ziel war es, ein einheitliches Format für Kontonummern zu schaffen, das länderübergreifend funktioniert und die Fehlerquote bei internationalen Überweisungen drastisch reduziert.
In Deutschland ist die IBAN seit 2008 für Überweisungen nutzbar. Mit der Einführung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA) wurde sie ab Februar 2014 für Unternehmen und ab Februar 2016 für alle SEPA-Zahlungen verpflichtend. Seitdem ist die alte Kombination aus Kontonummer und Bankleitzahl bei Überweisungen nicht mehr ausreichend.
IBAN in der Praxis
Im täglichen Zahlungsverkehr begegnet Ihnen die IBAN bei jeder Überweisung, Lastschrift oder Dauerauftrag. Ob Sie Ihre Miete bezahlen, Online-Einkäufe tätigen oder Geld an Freunde senden - die IBAN ist dabei unverzichtbar. Auch bei Gehaltsabrechnungen, Steuererstattungen und anderen regelmäßigen Zahlungen wird sie verwendet.
Vorteile der IBAN
- Einheitliches Format für alle Länder
- Automatische Fehlererkennung durch Prüfziffer
- Schnellere Abwicklung von Überweisungen
- Geringere Gebühren bei SEPA-Zahlungen
- Eindeutige Identifikation von Bankkonten